Neskt

10". Juli 2000. Genesungswerk gw10.

Vorderseite "Neskt"
Rückseite "Neskt""
A1: Neskt
A2: Nub
B3: Daun
B4: Erl



Alle mp3s in einer Bitrate von 128 kBit/s.


[multer] - Neskt - 01 Neskt



[multer] - Neskt - 02 Nub



[multer] - Neskt - 03 Daun



[multer] - Neskt - 04 Erl





Reviews

[multer] bewegen sich auf ihrer aktuellen 10inch durch weitreichende elektronische gebiete. die reise führt von dynamisch-treibenden handytonadaptionen über minimale techno-derivate bis zu finsteren ambient-soundflächen, die mal schwebend und spooky, mal lauernd und in ein starres rhythmuskorsett eingezwängt um die ecke blinzeln. alles wirkt sehr distanziert und kühl, nach finnland wollte ich immer schon mal. die gitarre bleibt zunächst im koffer. [multer] beweisen, dass man nicht unbedingt nach köln oder frankfurt fahren muss, um sich bei anspruchsvoller elektronik zu erholen. urlaub auf balkonien... (revelation)

[Multer], die mit ihrer Debüt-LP 'Däghallmy' ein monumental-begnadetes Dronewerk schufen, verlassen mit der aktuellen 10'' 'Neskt' zwar eine erdfernere Galaxie, bleiben aber sie selbst, selbst wenn vorwärtspreschende Beats die Grundlage liefern. So steht im Zentrum des mit wackerer Bassdrum unterminierten Titelsongs ein abstrahierendes Telefonpiepsen, das von atmosphärischen Sounds durchlüftet wird. Und 'Nub' wartet mit knochentrockenem, minimaltechnoid-dubbigen Pochen auf, ehe sich himmlische, beinahe statisch werdende, ambientöse Loops herausschälen. Auch auf der B-Seite wahren [Multer] die Contenance. Mit leicht angedubbten Percussion-Loop, einer Menge Mediageräusche und im Finale mit dem stärker werdenden Herzschlag einer Bassdrum, den ein flirrend-flimmernder Frequenz-Mahlstrom umfliesst. (skug)

4 Tracks auf der neuen EP von Multer, dieser Dortmunder Band von der man schon länger nichts mehr gehört hat, aber sie überzeugen einen sofort davon, dass man es mit der Dichte des Sounds aufgenommen hat, und stürzen sich auf dem Titeltrack über fiepsende Samples in eine Landschaft zwischen vergessenem NDW Pop und dronigen Erinnerungen als letzte Referenz nicht Elektronischer Musik, und spielen darauf mit dem Gewicht der Sounds. Ansonsten ist die EP mal pulsierend Lofi, dann wieder euphorisch melancholisch, fast minimal industriell oder einfach nur loopverliebt. Eine Platte zwischen den klaren Fronten unter denen man immer noch zurecht nach anderen Wegen sucht. (de:bug)

Überraschende Sounds bei [multer]. Im ersten Stück hören wir einen Telefonsound, ein piependes Signal, welches sich durch den Track zieht. Auch die folgenden Stücke entfernen sich vom schwallenden Drone der Debut-LP und wirken kompakter. Eine Nummer featuret einen steady Bassdrum-beat, der die Musik [multer]'s mit Leichtigkeit noch einmal einen Tacken moderner klingen lässt. Lässig. (aufabwegen)

Vor ca. 3 Jahren machte eine junge Avantgarde-Formation auf sich aufmerksam: [multer] aus Dortmund. 1998 erschien ihre Debüt-LP 'däghallmy' und uberraschte mit einer reichlich abstrakten Ambient-Welt, die auch auf grafischer Ebene gekonnt transportiert wurde. Jetzt gibt es das update und im Hause [multer] hat sich einiges getan. Die Zeiten der vornehmen Zurückhaltung sind vorbei und die Jungens lassen es jetzt richtig krachen - jedenfalls für eine Ambient-Band. Die Soundscapes auf den vier 'Neskt'-Stücken verbreiten zwar immer noch eine epische Breite, werden aber durch das verstärkte perkussive Element deutlich in ihrer Struktur verfeinert. [multer], sowie die Plattform Genesungswerk sind definitiv Adressen, die man zu seinen Favoriten addieren kann, wenn man sich über neue Blüten in der deutschen Elektroniklandschaft informieren möchte. (Westzeit)

Multer previously released an excellent LP of droned music on the label genesungswerk in 1998 (as well as various CDR releases, that I am not so familiar with). Now they return with a likewise excellent vinyl outing, but their sound has changed. Multer emphasis still the darker edges of music, but show more interest in dealing with rhythms. The title pieces has subdued drones, set against a simply form of tabla. 'Nub' is a similar piece. The big surprise are the tracks on side B. 'Daun' has a staggering, driving rhythm force with sounds from calculation machines and small guitars and bass added. 'Erl' uses a lowly filtered 303, and has a similar creepy atmosphere. (Vital Weekly)