Schauzeichen

10". Dezember 2003. travel document 05/aufabwegen. 10".

 
The 'Schauzeichen EP' is the most condensed kind of a summary of the sound of [multer] in its whole variety from 1997 to 2003. From abstract soundscapes with added field-recordings to hypnotically looping song-derivates or even shorter running proto-tech. And everything fits.
The three-piece out of Dortmund, Germany produces timeless music, that may appeal to fans of Labradford, with its swirling, timestretched guitar-chords. But, also connoisseurs of home electronica and avantgarde music may like to give a listen as the group pays tribute to its own roots as ABGS - an industrial field recording ensemble- by adding a tissue of noises and found sounds to their tracks. (aufabwegen press release)
Vorderseite "Schauzeichen"
Rückseite "Schauzeichen"

A01: Schauzeichen
A02: Ritzen

B01: Mondsofa



Alle mp3s in einer Bitrate von 128 kBit/s.


[multer] - Schauzeichen



[multer] - Ritzen



[multer] - Mondsofa





Reviews

"Schauzeichen" ist einer der schönsten Tracks die ich von Multer kenne. Irgendwie passt hier alles: die trockenen Beats, die tragischen Harmonien, die verwirrend-verdichtenden Effekte und das schleppende der Breaks. Sehr schönes schweres ruhiges Stück mit Kick. "Ritzen" zerrt eher, surrt in den Hochtönern wie ein Schwarm Bienenroboter, schiebt einem aber einen ebenso elegant einen Beat unter und kommt über Gitarrenpassagen zu immer ruhigeren klingenderen, harmonischeren Ausblicken. Hatte ich gesagt "Schauzeichen" wäre einer der schönsten Tracks? Das war bevor ich "Mondsofa" gehört hatte. Unglaublich schönes elegisches Stück, dass man eigentlich nur auf seiner Veranda mitten im heißesten Frühling hören darf. (de:bug)

Die Elektroakustiker [multer] gewähren auf dieser 25-minütigen 10" (in bestempelter Pappe) einen Einblick in ihr vielschichtiges Schaffen. Eine Seite bietet einen sehr langen düster-pulsierenden Track, dem man sich kaum entziehen kann: Technisch hervorragend produziert tritt hier eine bannende Klarheit ambienter Musik hervor, die in den beiden folgenden Stücken stilistisch noch erweitert wird: einmal fast in tanzbare Bereiche, dann aber auch mit hallenden, sachten Gitarrenexperimenten. Eine wirklich schöne Vinylscheibe, die in ihrer schlichten Gestaltung leicht übersehen werden könnte. (ikonen magazin)

Eine eher ambiente / instrumentale 3track EP mit dem herausragenden neodubbigen "Mondsofa", das die B-Seite komplett füllt, während die beiden andere Stücke für [multer] eher lockere Fingerübungen gewesen sein dürften. Einmal etwas mehr ("schauzeichen"), einmal etwas weniger ("ritzen") entspannte Atmosphäre. Ziemlich trist, um nicht zu sagen einfallslos post-industriell klischeehaft ist allerdings die Aufmachung; gestempelte Recycling-Pappe mit dem Slogan "Wenn Schauzeichen erscheint sind die Systeme gekuppelt" vorn. Aber von sowas darf man sich nicht abschrecken lassen... (bad alchemy)

The second release by Auf Abwegen, and, like the Cranioclast one, a 'travel document of the Elgaland-Vargaland ministry of detours', is by a three piece from Dortmund, Germany named [Multer]. They have had releases before, on their own Genesungswerk label. Before they were called ABGS (and had a release on the Cranioclast label). On side A they have one long beautiful track of swirling electronics with far away melancholical touch on keyboards. A great piece, the best I heard by them. The b-side starts out with a rather pumping techno beat but it's not a techno piece. The other piece on this side starts out with multiple layers of guitars but eventually sinks back into one guitar and effects. Nice tracks but they can't beat the first side. But overall also a record that [Multer] can be proud of. (Vital Weekly)